Edle Einspurer für die City – Kompakträder

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Viele Blicke auf sich ziehen – geht am besten in der Stadt! Mit schönen und außergewöhnlichen E-Bikes. Eine gute Chance für touristische Verleiher. In einer Reihe von Beiträgen zeigen wir die lässigsten Produkte.

Dem Mainstream eine Harke zeigen und eine eigenständige Botschaft adressieren, das gelingt mit E-Bikes, die man nicht an jeder Ecke sieht. Viele Menschen lieben es, das stilvolle Flanieren, vorbei an den Eisdielen und Cafes, die Blicke im Rücken. Gerade im Urlaub und in der Stadt eine wirkliche Option.

Im ersten Beitrag stellen wir Kompakt- und Folding E-Bikes vor, die aus der Reihe tanzen, something special bieten oder einfach nur Kult sind, die Benchmark in diesem Bereich darstellen.

Klein und oho

Nicht dass man in Liliput wäre, aber Pedelecs für die Stadt müssen nicht groß und sperrig sein. Im Gegenteil – die kleinen Flitzer spielen dort ihre größte Stärke, ihre Wendigkeit, so richtig aus. Außerdem spielen sie eine große Rolle in dem, was im Umfeld der Smart Cities als Modal Split in der Diskussion ist, nämlich die Verbindung unterschiedlicher Verkehrsmittel. Denn die Kleinen können überall in U- und S-Bahnen kostenlos mitgenommen werden, sobald die Reifengröße 20 Zoll nicht überschreitet.

Sind sie zudem, wie drei unserer Kandidaten, noch faltbar oder lassen sich aufrecht auf dem Gepäckträger schieben, passen sie auch in jeden Aufzug und neben die Garderobe im Hotelzimmer.

Manche Bikes/Roller scheinen das Prinzip des Minimize-Me zu übertreiben, sind sie doch gefaltet nicht größer als ein kleiner Koffer-Trolley. Sie können wirklich überall verstaut werden. Indes ist darauf zu achten, dass kleine Laufräder, insbesondere ohne luftbefüllte Reifen, empfindlich auf Unebenheiten reagieren. Liegt die Größe der Laufräder unter 8 Zoll, sind sie eher für den Indoor-Gebrauch mit glatten Bodenbelägen geeignet als für die Straße mit Bordsteinkanten, Schienen und Schlaglöchern. Diese Micros haben wir hier nicht aufgenommen, wir wollen aber nicht verschweigen, dass es sie gibt.

State oft he Art: Flyer Upstreet 1 und Flyer Pluto

Das Kompakt E-Bike des Schweizer Herstellers Biketec AG ist ein Premium-Bike mit dem neuen und flüsterleisen Bosch Active Line Plus Mittelmotor. Es ermöglicht Personen von 150 bis 190 cm Körpergröße eine bequeme Fahrposition. Die Lenkerhöhe ist über einen Speedlifter mit Twist-Funktion werkzeuglos zu verstellen. Der Gangwechsel wird über eine Shimano 8 Gang Nabe mit Freilauf oder Rücktritt erledigt, angesteuert über einen Karbon-Zahnriemen. Das Bike ist überaus schnell und wendig. Es ist in drei Rahmenfarben erhältlich. Das Bike kostet mit 500 Wattstunden Akku mit einer Reichweite von ca.100 Kilometern bei flotter Fahrt 3.399,00 €.

Als faltbare Alternative präsentiert sich das Flyer Folding-Bike Pluto mit Panasonic-Motor. Statt vier Farben gibt es das Klappbike nur in Schwarz/Silber. Es verfügt über hydraulische V-Brakes, serienmäßig Schutzbleche, Gepäckträger, die 8-Gang Nabenschaltung mit Rücktrittbremse und einen Zweibeinständer. Drei Akkugrößen sind verfügbar.

Erhältlich ist es mit dem 432 Wattstunden Standardakku für 3.199,00 €

www.flyer-bikes.com

                       Bild 1. Flyer Upstreet 1                                               Bild 2: Flyer Pluto

 

Der „Easy Rider“ unter den Kompakten: Corratec Life S

Dieses Bike steht für einen ganz neuen Ansatz im Kompakt-Bereich.

Mit einer sehr zurückgelehnten Fahrposition und extradicken Pneus mit 76 mm Breite vermittelt es ein sehr entspanntes Fahrgefühl. Auch seine Rahmengeometrie deckt Fahrergrößen von ca. 150 bis 190 cm Körpergröße ab. Die Antriebsunterstützung übernimmt hier ein Bosch Active Line Plus Motor mit einem Standard-Akku von 400 Wattstunden. Es verfügt über große hydraulische Scheibenbremsen, eine 8 Gang Nabenschaltung und breite farbige Schutzbleche. Insgesamt gibt es elf verschiedene Farbkombinationen. Über die Schaltung und einen größeren Akku kann das Rad upgegradet werden. Der Grundpreis beträgt 2.699,00 €.

In einem eigenen Beitrag haben wir das Bike für Sie gefahren.

www.corratec.com

Bild 3: Corratec Life S

 

Fehlt da nicht etwas?: Mando Footloose

Das koreanisch-deutsche Footloose ist nicht nur seines Designs mit den einarmigen Vorder- und Hinterradführungen wegen außergewöhnlich; einzigartig ist vor allem der Antrieb des Bikes. Hier unterstützt nämlich ein astreiner Seriell-Hybrid Antrieb. Das Bike hat keine Kette oder Riemen, es besteht überhaupt keine mechanische Verbindung vom Tretlager zum Hinterrad. Vielmehr speist das eigene Pedalieren via eines Generators zum einen Energie in den Motor und die Batterie zur Verlängerung der Reichweite, zum anderen ist es die Grundlage für die Leistungsabgabe des Motors im Hinterrad. Die drei Untersützungsstufen (plus Boostfunktion) werden über den Pedalwiderstand selektiert, die Gangschaltung erfolgt elektronisch und richtet sich nach der aktuellen Fahrsituation, so dass die manuelle Krafteinleitung bei unterschiedlichen Verhältnissen immer gleich bleiben kann.

https://www.mandofootloose.com/de

Bild 4: Mando Footloose

 

Mokick-Revival der besonderen Art: Urban Drivestyle Unimoke V2

Entwickelt in einem mallorcinischen Bikeshop für den Abstecher zum Strand, ist das kompakte Fatbike nun auch in Deutschland erhältlich. Es erinnert sehr an Sachs bzw. Hercules Kompaktmokicks aus den 70er Jahren, und ähnlich, aber eben elektrisch, ist auch das Fahrgefühl. Als Pedelec bietet es einen 250 Watt Motor von Bafang, die Akkuzellen stammen von Samsung. Geschaltet wird mit einer 8 Gang Kettenschaltung von Sram, 40 Kilometer beträgt die Reichweite. Das Modell Unimoke mit Doppelschleifen-Rohrrahmen kostet 2.399, 00 €

https://de.urbandrivestyle.com/

                                         

Bild 5: Unimoke

 

Die Alternative mit Versicherungskennzeichen: Lehe K 1 Hammer

Das K 1 Hammer ist eigentlich kein Pedelec, sondern ein E-Roller, also ein Kraftfahrzeug, das zum Fahren eine Mofaprüfbescheinigung, einen Helm und eine Haftpflichtversicherung erfordert. Wir führen es hier auf, weil es dem Fahrgefühl nach eher einem Pedelec entspricht als einem Roller. Es fährt sich sehr „erwachsen“, trotz seiner nur 18 Kg Leergewicht vermittelt es ein ungewohntes Maß an Sicherheit, wozu natürlich die Upside-Down Federgabel und die Scheibenbremsen vorne und hinten ihren Teil beitragen. Die Reichweite beträgt ca. 35 Kilometer. Geklappt lässt es sich ganz bequem an der Hand führen, der Preis liegt bei moderaten 1.690 Euro.

www.k1-lehe.de

                                     Bild 7: Lehe K 1 Hammer

 

Text: Werner Köstle

Bilder: Aufmacher und Bild 5: Urban Drivestyle GmbH, Bilder 1 und 2: Biketec AG, Bild 3: Corratec, Bild 4: Mando, Bild 5: Urban Drivestyle, Bild 6: Lehe Bikes

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