Charmante Interpretation – Sightseeing per E-Kutsche

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Fiaker-Feeling ohne „anstößige Hinterlassenschaften“ verspricht das Konzept des Kölner Start-Ups myETOURS zum innerstädtischen Tourismus. Und Phantasie, lautet doch der Name des auf Nostalgie getrimmten, aber mit allen modernen Features versehenen Kutschwagens ECARRUS.

Die Elektromobilität im touristischen Umfeld nimmt Formen an – bisweilen auch auf den ersten Blick recht skurrile. Neben den kolonnenweise vorbeisurrenden Segways erobert jetzt auch eine ganz andere, auf stilvolle Entschleunigung setzende Variante des Sightseeings, deutsche Innenstädte. Mit max. 25 km/h fährt der elektrische Kutschwagen ECARRUS 6-7 Gäste zu urbanen Hot-Spots oder Events. Der e-mobile Eye-Catcher ist für das Sightseeing-Programm der überfüllten Innenstädte ebenso prädestiniert, wie für Ausflugsfahrten in ländlichen Umgebungen.

Hinter dem „Eisernen Gustav“ in elektrischer Neuauflage steckt eine ernst zu nehmende Idee. Die nämlich, das Hauptmerkmal der E-Mobilität, die Lautlosigkeit, als Gegenentwurf zur Rastlosigkeit der Inner-Cities, voranzutreiben. Und für genussvolle Ausflüge über Land kann man sich ohnehin kaum ein geeigneteres Fahrzeug vorstellen als diese Art „E-Landauer“.

Das Medium bildet der touristische Einsatz, der auf diese Weise um eine weitere, geradezu liebenswerte Form, in seiner bunten Palette an Lösungen bereichert wird.

Das modular aufgebaute Fahrzeug hat die Ausmaße eines (Mittelklasse-)Automobils und ist auch als Pkw zugelassen. Es verfügt über Luftreifen, Scheibenbremsen, moderne Federung, Lenkung und Beleuchtung. Bei 16 Kilowatt Leistung und einer beschaulichen Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h erreicht es einen Aktionsradius von ca. 120 Kilometern, genug auch für die ausgedehntere Landpartie. Das variable Verdeck verwandelt das Vehikel im Nu vom Cabriolet in eine wettertaugliche Limousine mit leistungsfähiger Heizung.

Primäres Ziel des Unternehmens ist es, Partner für sein Konzept zu gewinnen, die ihre Plattform sowie ECARRUS mitnutzen und anbieten möchten. Dazu zählen Hotels und Destinationen, genauso wie Sightseeing-Betriebe in europäischen Großstädten und Kleinstädte mit historischem Stadtkern.

Gegründet wurde das Unternehmen in Köln, wo bereits eine der e-Kutschen ihren regulären Dienst versieht, München und Berlin bilden die nächsten Ziele der Expansion.

Damit sind die Planungen von myETOURS aber nicht erschöpft. Mittelfristig soll eine Elektromobilitäts-Plattform im Tourismus aufgebaut werden, die auch andere Fahrzeuge wie E-Bikes, Scooter und sogenannte PLEVS, als elektrische Mikromobile umfasst. Dazu ist das Unternehmen derzeit auf der Suche nach Mitstreitern und Partnern.

www.myetours.com

Text: Werner Köstle

Bild: myETOURS

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