Zeitgemäße Renaissance – Clever Shuttle mit London-Cab Hybrid-Taxis

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Clever Shuttle, der in sieben deutschen Großstädten aktive „Ride-Pooling“ Dienst der Deutschen Bahn, hat in Hamburg und München insgesamt fünfzehn LEVC in ihre E-Flotte aufgenommen. Wir hatten die Gelegenheit, uns auf einer Fahrt durch München erste Eindrücke zu verschaffen.

Das Elektrotaxi TXe City der London Electric Vehicle Company (LEVC) ist in seiner Linienführung stark an das altehrwürdige London City-Cab Taxi angelehnt. Nur dass der „Anstrich“ in weiß und grün den Umweltanspruch kommuniziert und gar nicht erst Assoziationen mit Ruß und Qualm aufkommen lässt.  Was die Technik und das Interieur betrifft, sieht die Sache ganz anders aus. Hier endet die Reminiszenz und macht der Zukunft Platz. Denn das „Sammeltaxi“, das per App gebucht wird und sich unbekannte Menschen zum Festpreis durch die Stadt – und gegebenenfalls auch zueinander bringt, macht das auf die feine, elektrische Art. Zumindest ca. 130 Kilometer lang. Dann springt entweder der Verbrenner ein oder es wird nachgeladen. Meist Letzteres, denn die Macher verkünden ja  schließlich, dass dies eine der grünsten Arten sei, in der Stadt unterwegs zu sein. Folglich haben sie an den Flottenstandorten auch eigene Ladetechnik installiert.

Die weit aufschwingende Fondtür gibt einen Blick auf den geräumigen Fahrgastraum frei

Unser Mitfahr-Eindruck lässt sich einfach zusammenfassen: Wir genossen die Fahrt. Der Innenraum ist hell und geräumig, der helle Kunststoff ergibt mit den gelben Griffen eine funktionale, irgendwie busartige Anmutung. Ein großes Glasdach flutet den Innenraum bei Sonnenschein mit Licht. Es herrscht eine sachliche, funktionale Atmosphäre, keine Spur von Beengtheit ist zu spüren. Die Vis-a-vis Anordnung der Sitze erinnert ein wenig an das Raumgefühl in einer S-Bahn. Dabei ist der Komfort deutlich höher. Der Ein- und Ausstieg gestaltet sich unproblematisch, auch für ältere Semester, was insbesondere den  den Klappsitzen geschuldet ist. Es hat schon etwas, wenn sich eine der beidseitig gegenläufig öffnenden Fondtüren öffnet und ein neuer Gast mit einem „Hallo“ gleichsam die Szene betritt. Auch die Funktionalität kommt in keiner Weise zu kurz, etwa wenn man sein Smartphone an den USB-Anschluss klemmt oder seinen Koffer in der Kabine verstaut. Der separate Kofferraum präsentiert sich dagegen als eher rudimentär.

Der vom Fahrer über eine Glasscheibe abgetrennte Fahrgastraum kann sogar einen Rollstuhl aufnehmen und an speziellen Haken sicher fixieren.

Das Fahren selbst ist – typisch elektrisch   dynamisch und dabei ohne mechanische Geräuschkulisse.  Mehr war auf unserer Tour kaum zu „er–fahren“.

Das Erscheinungsbild des LEVC ist äußerst markant, was den TXe zu einem wahren Eyecatcher werden lässt. Besonders mit dem Rücken zum Fahrer erhascht man die neugierigen Blicke von Passanten und Verkehrsteilnehmern. Auch das kann eine Fahrt zu einem Erlebnis machen.

Die mächtige Front im London City-Cab Stil

Es ist Clever Shuttle gelungen, von LEVC sehr frühe Serienfahrzeuge zu ergattern. Von Kinderkrankheiten war indes nichts zu spüren, was auch an der soliden Technik von VOLVO liegen mag, einer Schwestermarke von LEVC unter dem Dach des China-Riesen Geely. Volvo besorgt übrigens auch den Service für die Flotte von Clever Shuttle.

Von allen eingesetzten Clever Shuttle Fahrzeugen ist der TXe City aufgrund seiner Auslegung wohl das geeignetste für die neue Art „sozialer Mobilität“, dem Ride-Sharing. Uns hat es jedenfalls recht gut gefallen.

www.clevershuttle.de

Text: Werner Köstle

Bilder, Aufmacher: Rupert Lönner; Bilder 1 und 2: Werner Köstle

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