Drei Fragen an Peter Schitter, Managing Director von Bike Energy

0
1102

Bike Energy arbeitet konzentriert daran, die Ladeinfrastruktur insbesondere für Elektroräder weiter zu entwickeln. Das Laden von E-Bikes und Pedelecs soll mittels einer Standardlösung, bei der das Ladegerät in der Installation enthalten ist, erleichtert und sicherer gemacht werden, fernab von Zuhause und ohne das eigene Ladegerät, eben vor allem im touristischen Kontext.
Peter Schitter erläutert im Interview, worin die Vorteile einer solchen Lösung liegen und worauf es im Einzelnen ankommt.

Frage: Warum benötigt man E-Bike Ladestationen auch und gerade in den Bergen? Der E-Bike Tourismus funktioniert am besten mit einer geeigneten und flächendeckenden Lade-Infrastruktur. An Hütten, Almen, Gasthöfen, etc. möchte bzw. sollte der E-Biker verweilen – in dieser Zeit kann und muss möglicherweise sogar der Akku nachgeladen werden. Gerade bei längeren Touren mit vielen Höhenmetern wird der Akku oft schneller „leergesaugt“ als gedacht und dem Erlebnis so ein vorzeitiges Ende gesetzt. Wenn bei einer Pause, die ja auch dem E-Biker sehr willkommen ist, gleichzeitig der Akku wieder aufgeladen wird, steht einer Weiterfahrt und der Fortsetzung des Glückserlebnisses nichts mehr im Weg.

Der „Energienachschlag“ ist besonders wichtig für Akkus, die nicht mehr ganz taufrisch sind. Oft sind es auch „nur“ psychologische Gründe, die für das Zwischentanken sprechen. Ohne Reichweitenangst im Gepäck wird die Tour eben nochmal so schön. Bei geliehenen E-Bikes kennen sich die Nutzer oft nicht so gut mit der Technik aus und können die tatsächliche Reichweite ihres Miet-Bikes nicht präzise einschätzen und sind daher froh, durch eine Zwischenladung auf der sicheren Seite zu sein.

Für die Gastronomen bietet die Lademöglichkeit ein zusätzliches Wertschöpfungs- und Marketing-Potenzial. Besonders Berghütten profitieren davon, wenn sie zu Panorama und Brotzeit auch einen – meist kostenlosen, Energiehappen anbieten können. Das Ladeangebot beschränkt sich jedoch nicht allein auf Hütten, Gasthöfe und Hotels, auch ganze Tourismusdestinationen wie z.B. die E-Bike-Region Hochkönig erfahren durch die Vernetzung mit Bike-Ladestationen eine touristische Aufwertung.
Und, ganz nebenbei, mit solchen ausgewiesenen Touren oder einem Almenhopping lassen sich auch die Ströme der e-bikenden Touristen unmerklich und ohne jeden Zwang kanalisieren.

Frage: Was ist am Laden unter freiem Himmel problematisch?
Mit dem originalen Heimladegerät ist das Laden im Freien nicht zulässig – das sagen alle Bikehersteller. Es ist nämlich nicht wetterfest und daher nicht für das Laden im Freien geeignet. Es reagiert sehr empfindlich, wenn es mit Feuchtigkeit in Berührung kommt. Kurzschlüsse können die Folge sein und Schäden an Mensch und Sachen verursachen.

Darüber hinaus ist es umständlich immer das Ladegerät mitzuführen und irgendwo nach einer „Steckdose“ zu bitten. Ganz abgesehen von der Gefahr des Diebstahls von Komponenten, wenn z.B. das Ladegerät samt Kabel in der Luft hängt oder ein Kabelsalat am Boden zur Stolperfalle wird.
Ganz anders mit einer bike-energy Ladestation und dem passenden Ladekabel. Damit kann jederzeit, überall und bei jedem Wetter aufgeladen werden. Das ganze geschieht einfach, sicher und bis zu doppelt so schnell wie mit dem Heimladegerät.

Frage: Welche Vorteile hat der Hotelier von einer Kombi-Ladeanlage Car & Bike? Ganz einfach, der Hotelier spart Geld und Platz, weil er mit einer Anlage alle „Ladefälle“ abdecken kann. Er muss nicht hier eine Auto-Wallbox – oder Säule aufstellen und dort eine Bikestation, die dann wahrscheinlich auch optisch nicht gut harmonieren. Mit einer Kombi ist alles aus einem Guss, und für den Service genügt ein Ansprechpartner. Der Betrieb ist einfacher und kostengünstiger, das Erscheinungsbild dabei homogener und unaufdringlicher.

Mit einer bike-energy Kombi-Ladestation kann der Betreiber sowohl E-Bikes oder Roller, als auch E-Cars einfach aufladen. An nur einer Ladestation können alle Typen von Fahrzeugen aufgeladen werden. Eine Kombi-Ladestation ist zudem ein Magnet für bestehende und vor allem neue Kunden. Umfragen zeigen, dass Urlaubsziele mehr denn je danach ausgewählt werden, ob eine passende Lade-Infrastruktur für das E-Auto und für das E-Bike vorhanden ist.

Das Interview führte Werner Köstle

Bild: Bike Energy

www.bike-energy.com

Kommentieren Sie diesen Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here