Gogoro – E-Bikes der etwas anderen Art

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Gogoro – E-Bikes der etwas anderen Art

Der E-Bike Markt wird immer bunter, Hersteller aus Nachbarsparten wie Roller und Motorräder entdecken das E-Bike Konzept für sich. Nun auch der Taiwanesische Roller-Hersteller Gogoro, dessen Produkten man vor allem in vielen städtischen Sharing Konzepten begegnet. Die neuen E-Bikes sind ultraleicht und chic, für Kurzstrecken konzipiert mit allen Komponenten im Smartwheel, dem Hinterrad, untergebracht. Vorerst werden zwei Varianten angeboten.

Die Idee, bei E-Bikes den Antrieb komplett inklusive aller Komponenten, Motor, Akku, Steuerung in die Nabe des Hinterrads zu verlegen, ist an sich nicht neu. Copenhagen Wheel und der Zehus-Antrieb aus Mailand sind nur zwei Beispiele für eine derartige Lösung.

Aber wie Gogoro bei den beiden Eeyo Modellen, so der Markenname, dieses Setting umgesetzt hat, ist wirklich beeindruckend. Das Bike bleibt vollkommen clean, der Formgebung sind kaum Grenzen gesetzt – was man auf den ersten Blick erkennt. Was man nicht sieht, aber bei der ersten Berührung sofort bemerkt, ist das geringe Gewicht, das aus dieser Lösung resultiert. Und das erstaunliche Handling, das fahren kann nur mit leichtgängig, lebhaft und natürlich beschrieben werden.

Die Nachteile, die das Set-Up mit sich bringt, bestehen in einer etwas ungünstigen Gewichtsverteilung, was aber, wenn überhaupt, vor allem beim Tragen stört. Unangenehmer wird für viele Nutzer sein, dass hier der Akku systembedingt nicht zum Laden entnommen werden kann. Man sollte also am Abstellort zuhause über einen Stromanschluss verfügen. Angeboten wird hier ein Ständer mit integrierter kabelloser Ladung.

Und natürlich kann man hier keinen großen Akku realisieren, bei ca. 250 Wattstunden ist Schluss, was aber vom geringen Bikegewicht wieder teilweise kompensiert wird und dem urbanen Einsatzzweck recht gut entspricht. Wie Gogoro das Thermomanagement handhabt, alle Antriebsteile entwickeln ja ordentlich Wärme, wird sich erst in einem Fahrbericht zeigen.

Das Eeyo 1s wiegt gerade einmal 12 Kilogramm, alle geeigneten Komponenten sind aus Karbon gefertigt, es ist nur in Weiß verfügbar, in Deutschland soll es zum Marktstart im Sommer ca. 4.000 Euro kosten.

Das Modell 1 (ohne „s“) hat nur die Hauptkomponenten Rahmen und Gabel aus Karbon, dafür kostet es 3.460 Euro bei einem eher minimalen Gewichtsnachteil von 500 Gramm.

Die Farbpalette ist hier „umfangreicher“,“ light blue“ und „lobster orange“ heißen die Farben, die sehr gut mit der Formgebung harmonieren.

Beiden Modellen gemeinsam sind Riemenantrieb und zahlreiche smarte Funktionen inklusive App, die auch später noch „over the air“ ergänzt werden können.

Die Reichweite, abhängig von den verfügbaren Unterstützungsstufen Eco und Sport soll bei ca. 65 bzw. 80 Kilometern liegen.

www.gogoro.com

Text:Werner Köstle
Bilder: Gogoro

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