NOX E-MTB – in Berlin gezeugt, im Zillertal geboren

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Die Synthese von metropolem Zeitgeist und uriger Alpenbergwelt steckt den Bikes nicht nur in den Knochen, sondern macht förmlich deren Rückgrat aus. Sowohl das Fully als auch das Hardtail können rundherum überzeugen, beide sind echte Bergkameraden, die auch nichts gegen gelegentliche urbane Ausflüge haben.

NOX Bikes genießen in Mountainbike-Kreisen (Enduro u Downhill) schon lange einen guten Ruf. Mit der Konzentration auf die Herstellung nur noch von E-Bikes hat man Fertigung und Test nun zusätzlich zum Standort Berlin auch in Zell am Ziller angesiedelt, um ganz im Zentrum der Spielwiese der Bikes präsent zu sein. Entwicklung und Design verbleiben in Berlin, ganz in der Nähe zum Antriebspartner Brose. Bei NOX nennt man das: „Das Beste aus zwei Welten“. Wir durften ein Hardtail sowie ein Fully kurz unter die Lupe nehmen und waren begeistert.

Den ersten Kontakt zu den NOX-Bikes erhielten wir im Puradies Holzhotel in Leogang, einem Vier-Sterne+ Hotel mit durchgängigem Nachhaltigkeitsanspruch, dort werden NOX Bikes an Gäste vermietet. Und so verbanden wir kurzerhand die Hotelrecherche mit einem knapp zweistündigen, gemütlichen Ausritt kreuz und quer durch Leogang und hinauf zur Knappenstube (Schaubergwerk) auf zwei Hybrid 5.9 Pro, dem vollgefederten All-Mountain Modell der Marke.

Von diesem ersten Beschnuppern recht angetan, holten wir uns direkt aus dem Zillertal für eine Woche jeweils ein Hybrid All Mountain 5.9 Pro (Fully) sowie ein Hybrid XC 5.9 Trail (Hardtail).

Mit dem Hardtail unternahmen wir zwei kürzere Spritztouren durch (hügeligen) Wald und Flur mit etlichen Wurzelpassagen, das Fully nutzten wir für einen Abstecher ins Karwendel-Gebirge auf dem Rückweg ins Zillertal.

Und da ging es direkt aus dem Achental knapp eintausend Höhenmeter straight uphill auf einer anfangs noch guten, später eher steinigen Forststraße bzw. Forstweg. Kaum am Kamm angelangt, ging es selber Strecke flugs wieder bergab. Und „flugs“ ist nicht übertrieben, lag das Bike doch so satt wie vertrauenserweckend auf dem Untergrund. Ja, was soll man sagen? Es gibt schlicht nichts auszusetzen, vielleicht stößt das Bike bei gehoberen Ansprüchen und verzwickten Singletrails an seine Grenzen, die unseren lagen jedenfalls darunter, wir konnten die Bikes nicht wirklich fordern. Der Uphill lief zügig und flüssig, der Antrieb, überwiegend im höchsten Unterstützungsmodus agierend, lief fehlerfrei und nur ganz leise schnurrend, ganz als langweile ihn solcherart Alpinismus.

Auch die Ergonomie stimmte, von der Fahrposition bis zum Akkuhandling, von der Bremsleistung bis zum Reifengrip. Also alles gut, Wolke sieben? Ja, durchaus, soweit wir nicht viel Zeit hatten und so die Tests doch eigentlich nur an der Oberfläche kratzten.

 

Beide Bikes nutzen einen Brose-Drive S Antrieb, das Hardtail den Alu-Motor, das Fully den brandneuen, leichteren, leiseren und spürbar stärkeren Magnesium-Motor.

Inzwischen lässt NOX beim Antrieb die Wahl zwischen Brose und dem Sachs RS Motor. Außerdem gibt es noch die Helium-Serie, die mit dem Fazua EVATION Antrieb ausgerüstet ist, sowie strassentauglich ausgestatte Trecking und Urban-Bikes Da gibt es noch viel zu testen und er-fahren…

Unsere Bikes kosten ab 4.899 EUR für das Fully mit Brose SMag Drive und 4.299 EUR für das Hardtail.

https://www.noxcycles.com

Text und Bilder: Werner Köstle

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Werner Köstle
Werner Köstle lebt in München. Nach dem Studium der Philosophie absolvierte er eine Management-Ausbildung und arbeitete als wissenschaftlicher Assistent an der TU München. Im Jahr 2000 übernahm er die technische Leitung eines Unternehmens zur Entwicklung elektrischer Leichtfahrzeuge für den professionellen Einsatz. Danach tätig als freier Redakteur und Berater. Als Mitbegründer der Agentur ist er seit 2014 bei Touremo als verantwortlicher Redakteur und eMobility-Berater.

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