Mondraker elektr. Laufräder – immer geradeaus und dann gekonnt ums Eck

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Es ist schon ein ungewöhnlicher Schritt, den der spanische Fahrrad- und E-Bike Hersteller Mondraker da tut. Elektrische Laufräder, eigentlich Kinder-Mopeds, mit Trittbrettern und „Gasgriff“ mögen manche für unsinnig halten. Fakt aber ist, dass durch die Förderung der Balance mittels Laufrad die Beherrschung des Fahrrads effektiv erleichtert wird.

In der Diskussion um das Für und Wider von Kinder-E-Bikes muss zunächst einmal für begriffliche Trennschärfe gesorgt werden. Pedelecs sind, rechtlich gesehen, Fahrräder, und Fahrradfahren ist generell ab zwölf Jahren erlaubt. Mit zehn Jahren geht das nur, wenn eine Person ab sechzehn Jahren dabei ist, oder wenn das Kind in der Schule im Verkehrsunterricht eine „Fahrradprüfung“ bestanden hat.

früh übt sich …

Aber die „Grommys“ von Mondraker sind E-Bikes, also Kleinkrafträder bzw. Leichtmofas. Insofern haben die im öffentlichen Verkehrsraum ohnehin nichts zu suchen, sie sind auf private Gelände angewiesen. Und nur hier machen sie Sinn, sehr viel Sinn sogar. Wer sein Gefährt im Gelände beherrscht, hat im Straßenverkehr die besseren Karten. Weil spontane Manöver, wie etwa plötzliches Ausweichen oder kontrollierte Notbremsungen einfach besser „sitzen“. Der Motor sorgt hier für das Vorwärtskommen, es gibt kein Schaukeln oder Schlingern, alle Sinne sind auf Balance und die Fahrmanöver selbst gerichtet. Und es geht auch nicht um die Übung der Kondition. Insofern kann man die Laufräder durchaus als pädagogisch wertvolles Spielzeug betrachten.

Was überwiegt, der racing-spirit oder die Vorsicht?

Mondraker bietet zwei Grommys an, eines mit zwölf Zoll Bereifung für Kinder von drei bis fünf Jahren mit einem Gewicht von 7,5 kg und eines mit 16 Zoll Reifen für fünf bis achtjährige Sprösslinge mit 8,5 kg Gewicht.

Es gibt drei voreingestellte Fahrmodi: bis acht km/h, hier steht die Balance ganz im Vordergrund, die zweite Stufe mit zwölf km/h heißt Fun, in der dritten kann eine Endgeschwindigkeit von 18 km/h erreicht werden, sie schult vor allem die Reflexe.

Der Motor leistet 250 Watt – wie bei den Großen – und rechtfertigt seine Power eben mit der Topologie des Übungsgeländes. Man mag meinen, dass für ein dreijähriges Kind Geschwindigkeit, Motorpower und Fahrzeuggewicht schon eine „große Nummer“ sind, aber es ist ja der Sinn der Grommys, sich an Grenzen heranzutasten und Selbstvertrauen zu gewinnen, die Verantwortung liegt dabei auf der Aufsicht durch Erwachsene.

Zur Vermeidung von Vorwärtsstürzen verzichten beide Bikes auf eine Vorderrad-Bremse

Für Familien-Hotels, Freizeit- und Bikeparks sind die Grommys schon eine Überlegung wert, zumal sie für jeweils 749 Euro eine Menge Spaß und eine „Riesenoptik“ bieten.

https://www.mondraker.com/de/de/new-grommy-ebike-for-kids

Text: Werner Köstle
Bilder: Mondraker

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