Facelift Kona Elektro: ist der Bestseller gerade noch besser geworden?

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Der Kona Elektro ist ein echter Bestseller. Nicht nur in Deutschland, auch in anderen europäischen Ländern. Kunststück! Die Effizienz des kleinen Crossover ist hervorragend, das Preis-Leistungsverhältnis top. Nun hat Hyundai dem beliebten Stromer eine Modellpflege angedeihen lassen.

Design oder nicht sein

Über Design kann man trefflich streiten, aber den neuen Kona erkennt man auch, ohne Spezialist für Petitessen zu sein. Die Frontpartie ist neu gestaltet, man hat auf die Reminiszenz eines Kühlergrills verzichtet. Auch das Scheinwerfer-Layout ist modernisiert worden. Neu sind sowohl die LED-Tagfahrleuchten als auch die LED-Scheinwerfer mit MFR-Technologie. MFR steht dabei für „Multifaceted Reflector“. Die Radhausverkleidungen haben nun vertikale Lufteinlässe bekommen, was die Aerodynamik verbessern soll. Alles in Allem ist der Kona II glatter und (Neudeutsch) „sleeker“ geworden.

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Farbenlehre

Konas schien es bislang nur in zwei Farben gegeben zu haben. Jedenfalls wenn man von den Fahrzeugen ausgeht, die man so im Straßenverkehr sieht. Bislang gab es aber schon 8 Außenfarben, 8 neue sind, so das Unternehmen, nun hinzugekommen. Sogar farblich abgesetzte Lackierungen soll’s nun geben.

Das Redesign wirkt nicht nur glatter, sondern auch frischer

 

Innenraumgestaltung

Hat sich da was getan? Und ob, da hat sich ebenfalls eine Menge getan. Das Cockpit-Display ist nun wertiger designed. Auffällig ist, dass man sich nicht an das minimalistische Audi- oder Tesla-Design angelehnt hat. Vielmehr könnte man hier von traditionellen, klassischen Interpretationen sprechen. Die Tankuhr gibt’s genauso wie den „Drehzahlmesser“, wenngleich es inzwischen Batterie- und Power-Anzeige heißt. Zum Vorgänger hat sich allerdings eines nicht geändert. Immer noch bevölkern unzählige Schalter und Regler das Armaturenbrett. Auch das Display in der Mitte kommt nicht ohne eine weitere Schalterbatterie aus. Nun gut. Apropos Mitten-Display. Das ist relativ vollgepackt und an der Grenze zur Reizüberflutung – optional mit Touchscreen-Bedienung. Apple CarPlay und Android Auto sind ohnehin serienmäßig eingebaut.

Der Innenraum-Gesamteindruck wirkt hochwertiger

 

Architektur

Da der Kona II ebenfalls als Verbrenner weiter existiert, gibt’s auch keinen Frunk. Dazu fehlt einfach der Platz. Aber Hyundai hat bereits angekündigt, dass die nächsten Elektro-Fahrzeuggenerationen eigenständig, unabhängig vom „Verbrennerdesign“, entwickelt werden. Die laufen dann ohnehin unter dem neuen Markennamen IONIQ. Bereits nächstes Jahr soll das erste Fahrzeug mit Namen IONIQ 5 erscheinen. Der basiert auf dem Elektrokonzept 45, das auf der IAA 2019 vorgestellt wurde. 

 

Neue Funktionen und Konnektivität

Das Telematiksystem Bluelink® verfügt im überarbeiteten Hyundai Kona Elektro über einen erweiterten Funktionsumfang. Dazu gehört beispielsweise die Steuerung von Fahrzeug- und Smartphone-Funktionen per Sprache. Die Bluelink® App auf dem Smartphone zeigt Reichweite, Batteriezustand und die verbleibende Ladezeit an. Das innovative Batteriemanagementsystem erlaubt dem Fahrer, die Ladezeit an seine Abfahrtszeit anzupassen oder aber Zeiten auszuwählen, in denen Ladestrom besonders preiswert zur Verfügung steht. Sobald der Hyundai Kona Elektro mit einer Ladesäule verbunden ist, kann der Nutzer den Ladevorgang per Knopfdruck auf seinem Smartphone über die Bluelink®App starten und stoppen sowie den Innenraum in der kalten Zeit elektrisch vorheizen bzw. im Sommer kühlen. Neu ist übrigens ein USB-Anschluss im Fond und eine Ambiente-Beleuchtung in den Fußräumen. 

Die klassischen Rundinstrumente dominieren, dazu eine Menge an Schaltern

 

Reichweite und Ladezeiten

Nach wie vor gibt’s den Kona in zwei Versionen. Einmal mit 64 kWh und 204 PS und einmal mit 39,2 kWh-Batterie und 136 PS. Da das neue Modell noch nicht für den deutschen Markt homologisiert wurde, geben die Koreaner auch noch keine Verbrauchswerte oder neue Reichweiten an. Top-Speed bleibt bei 167 bzw. 155 km/h. Geladen wir nun dreiphasig mit 11-kW-Onboard-Charger, allerdings beim kleinen Modell nur als Option. Gleichstrom-Laden geht nun bis 100 kW (das Vorgängermodell konnte maximal mit 75 kW „beladen“ werden). Da soll die 64 -kWh-Version in 47 Minuten von 0 bis 80% aufgeladen sein. An der Haushaltssteckdose dauert die Ladung von 10% auf 100% dann allerdings rund 21 Stunden 30 Minuten.

Aufgeräumt, klassisch glatt und doch den Eindruck von Dynamik vermittelnd

 

Sicher ist sicher

Beim neuen Kona Elektro erweitert Hyundai die bekannten Funktionen wie Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, adaptive Geschwindigkeits-Regelanlage, Spurfolgeassistent und aktiven Spurhalteassistent, um nur einige zu nennen. Zum Angebot zählen nun auch ein Querverkehrswarner hinten mit Notbremsfunktion, der beispielsweise beim Rückwärtsausparken querende Fahrzeuge erkennt und ein aktiver Totwinkelassistent mit Ausparkfunktion. Beide Systeme warnen den Fahrer im Gefahrenfall nicht nur, sie greifen selbst auch aktiv durch gezielten Bremseingriff ein, um Unfälle zu vermeiden. Ebenfalls neu an Bord ist ein Anfahrhinweis, der den Fahrer alarmiert, wenn er nicht reagiert, wenn das davor befindliche Fahrzeug beispielsweise an einer Ampel wieder losfährt.

Die Heckansicht wirkt „freundlich“

 

Ausstiegsassistent und Insassenalarm

Und dann war da noch der sogenannte „Ausstiegsassistent“, der akustisch warnt, falls beim Verlassen des Wagens Gefahr durch sich von hinten näherdem  Verkehr droht. Und er verhindert dann das Öffnen der Fondtüren. Der Insassenalarm warnt mit Hupe und Warnblinkanlage, wenn der Fahrer den Wagen verriegelt, obwohl sich auf den Rücksitzen noch Insassen befinden.

 

Das Beste kommt am Schluss?!

Ab Ende Januar 2021 wird der Kona Elektro im Handel verfügbar sein. Bleiben die Preise und Ausstattungsvarianten gleich? Das ist zu bezweifeln, denn diese Informationen folgen laut Hyundai erst in einigen Wochen.

www.hyundai.de

Text: Bernd Maier-Leppla
Fotos: Hyundai

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