E-Bikes „one-for-all“ – die elektrischen Zehnkämpfer für den Verleih

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Entgegen dem Trend zu immer spezialisierteren Bikes ist das One-for-all E-Bike stark im Kommen. Die Idee kam wohl im Gefolge der „SUB“-Bikes, der Sport-Utility-Bikes, in Anlehnung an den Automarkt auf. Manche der Modelle tragen sogar ein „SUV“ oder „SUB“ im Namen, obwohl reine SUBs meist als Fullies ausgelegt – und entsprechend schwer sind.

Vorreiter war – wieder einmal – KTM, mit dem Modell Macina Scout, das wohl als erstes E-Bike von einem Massenhersteller einen tiefen Einstieg, 27,5 Zoll Reifen, sportliche Schaltung und Motor sowie eine ebensolche, aber entspannte Haltung, in sich vereinigte. Somit waren City-Bummel, Einkaufstour, Trekkingstrecke und leichtere Mountain-Bike-Einlagen kein Ding der Unmöglichkeit mehr. Andere Hersteller zogen nach, und so findet sich heute in vielen Portfolios ein oder mehrere Vertreter dieser Art wieder.

Allen diesen Bikes ist der Monorohr-Rahmen gemeinsam, der mit viel Raffinesse und Versteifungsblechen auf Stabilität getrimmt ist. Zudem ein leistungsstarker Antrieb, stärker als in vielen City-Bikes, aber nicht die auf reinen MTB-Betrieb ausgelegte Varianten, meist mit um die 70 Newton-Meter Drehmoment. Dazu noch eine Federgabel, trotz der dicken Reifen, Zugeständnis an den allfälligen Geländeeinsatz sowie eine sportlich ausgelegte Kettenschaltung bzw. ein entsprechender Riemenantrieb.

Die Annäherung an dieses Thema erfolgt dabei unterschiedlich, einerseits vom City/Urban-Bike her wie z.B. bei Kreidler und Victoria, andererseits, so etwa bei Haibike, Centurion und Cube, vom E-MTB her. Entsprechend unterschiedlich kategorisieren die Hersteller die Modelle, aber die konstruktiven Unterschiede sind eher gering. Mal werden echte Ballon-Reifen verbaut, mal sind es grob profilierte Stollen-Pneus, oft ist eine Beleuchtungsanlage eingeschlossen, bisweilen muss man sich mit aufsteckbaren Lichtern „begnügen“. Aber die Haupt-Features und die Ergonomie ist meistens gleich bzw. sehr ähnlich. Die Akku-Kapazitäten liegen zwischen 500 und 625 Wattstunden, manche Modelle gibt es mit am Rahmen zu befestigendem Zusatzakku.

Jedenfalls sind genau diese Räder für die gesamte Bandbreite des Einsatzspektrums aufs Beste geeignet. Wer entweder ein waschechtes City-Bike, Trekkingrad oder spezialisiertes E-MTB sucht, für den sind diese Bikes keine Option. Aber es gibt eine Menge Menschen, die genau nach einer solchen Auslegung jahrelang Ausschau gehalten haben.

Und analog verhält es sich im Falle der Vermietung und des Verleihs, wenn der Gastbetrieb nicht gerade in der Inner-City oder am Fuße eines Bergstocks liegt.

Exemplarisch wollen wir Ihnen einige Glanzlichter dieses Segments im Bild vorstellen:

Centurion Country R 960i, 3.799 €
Brennabor A-80e, 2.999 €
KTM Macina Gran P 272, 2.899 €
Haibike Trekking 6 Lowstep, 2.999 €
HNF Nicolai UD 3, ab 4.695 €

Text: Werner Köstle
Bilder: Hersteller

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