Multitalent ABLE mit sauberem Energie-Nachschlag

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Tropos ABLE Erprobung Solar Panels

Noch ist es „nur“ ein Pilotprojekt, aber eines mit viel Potenzial. Über den variablen Kompakt-Transporter ABLE, der dem Hersteller nach die Lücke zwischen Lasten-E-Bike und Transportern im „Voll-Format“ schließen soll, haben wir schon berichtet. Nun ist ein neues Feature im Test, das viel mehr ist als eine schlichte Weiterentwicklung.

Saubere Energie heißt das Zauberwort! In der Elektromobilität wird damit normalerweise das Laden des E-Fahrzeugs über die eigene Solar-Anlage auf dem Haus- oder Carport-Dach verstanden. Dieses Lade-Layout hat den bezaubernden Vorteil, dass – abgesehen von der Produktion der Solaranlage mit dem entsprechenden Co2-Rucksäckchen – der Fahrstrom ganz real zur Null-Emissions Angelegenheit wird. Nun wird diese Lade-Infrastruktur vermehrt in die Fahrzeuge selbst integriert.

Eigentlich keine allzu große Sache, heute agieren schon Sono Motors, Lightyear und andere genau in diesem Sinne. Und Nutzfahrzeuge mit ihrer großen Fläche sind da geradezu prädestiniert. Und so läuft derzeit, in einem etwas größeren Maßstab ein ganz ähnliches Projekt, in dem MAN die Sono-Technologie auf ihre Eignung für deren Transporter eTGE untersucht.

Immer geht es dabei primär um das Verhältnis von (zusätzlichem) Gewicht und dem Reichweitengewinn durch die Solartechnik. Erst seit einigen Jahren, und wenn, gerade wie bei der Strukturbatterie, die Solarpaneels auch tragende Aufgaben übernehmen können und so ihr Zusatzgewicht kompensiert oder sogar in Summe Gewicht eingespart werden kann, macht die Sache wirklich Sinn.

Der Zusatznutzen, der darin besteht, dann auch externe Elektrogeräte mit diesem Solarstrom versorgen oder sogar andere E-Fahrer aus Ladeengpässen befreien zu können, ist auch kein schlechtes Argument für diese Technik, gegenüber dem Null-CO2 des Fahrstroms aber eher nachrangig.

Noch etwas kommt hinzu, die Entlastung des Netzes durch die integrierte Zusatz-Stromversorgung am Fahrzeug selbst sowie die Tatsache, dass man auch in Regionen mit schwacher Infrastruktur „ungebremst“ operieren kann.

Tropos ABLE Erprobung Solar Panels

Wie also sieht die Prognose bei Tropos aus?

Zahlen nennt der Hersteller aus Herne noch nicht, dafür ist es noch zu früh. Der Versuch ist im Juni gestartet und läuft vier Monate. Aber die Statements klingen sehr zuversichtlich:

„Wir versprechen uns von dieser Lösung nicht weniger als eine Revolution auf dem Markt der Elektronutzfahrzeuge“, sagt Markus Schrick, Geschäftsführer Tropos Motors Europe. „Erste Tests lassen darauf schließen, dass es funktionieren könnte. Nun prüfen wir die Technologie im Realbetrieb eingehend auf Leistungsfähigkeit und weitere Einsatzmöglichkeiten. Wir wollen in Gänze analysieren, welchen Nutzen die Solar Panels für unsere Kunden haben können.“

Mit ein Grund für diese Initiative ist die Sichtweise des Herstellers auf seine Produkte:

„Wir betrachten Tropos als Ökosystem bestehend aus Fahrzeug, Aufbauten sowie Digitalisierung. Innovative Lösungen, die unseren Kunden einen nachhaltigen Mehrwert liefern, sind zentraler Bestandteil unserer Philosophie“, sagt Schrick.

Da Kann man nur wünschen, dass die Sache gelingt. Nicht nur für Tropos, sondern für die ganze Branche der Lieferlogistik. Denn in diesem Bereich besteht noch hohes Potenzial.

www.tropos-motors.de

Text: Werner Köstle

Bilder: Tropos

 

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