Freistaat Bayern: Förderung exklusiv für touristische Betriebe

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„Tourismus in Bayern – fit für die Zukunft“ lautet die offizielle Bezeichnung für das am 15. veröffentlichte Förderprogramm. Die Förderung adressiert vier Punkte, die Innovationsförderung klein(st)er Beherbergungsbetriebe, die Erhebung von Daten tourismusrelevanter Verkehrsströme (Parkplatzbelegung), um diese gezielter beeinflussen zu können, die digitale Barrierefreiheit, um touristische Angebote online besser vermitteln zu können und den Aufbau von Ladeinfrastruktur für Reisende.

Die Details zur Förderung der Ladeinfrastruktur:

Diese muss ausschließlich dem Fremdenverkehr direkt zugute kommen, E-Fahrzeuge für die interne Logistik oder Verleih-Fahrzeuge dürfen nicht (primär) auf die geförderten Ladestellen zugreifen. Die Förderung bezieht sich sowohl auf Normal- wie auf Schnellladepunkte (Stecker Typ 2 bzw. CCS Combo), faktisch ist sie ihrer Höhe nach (1.500 Euro pauschal pro Ladepunkt) auf Ladepunkte bis 22 kW abgestimmt. Sie gilt für nicht öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur und muss mit Grünstrom betrieben werden. Und die Einrichtung muss extern steuerbar sein (vgl. KfW Programm 440). Erfreulich ist, dass auch Ladeanlagen für E-Bikes, Roller usw. gefördert werden, die Richtlinie spricht hier etwas vage von Einspurfahrzeugen. Diese Ladeinfrastruktur darf, im Gegensatz zu den E-Auto Ladepunkten, öffentlich zugänglich sein und wird mit pauschal 300 Euro pro Ladeanschluss gefördert.

Adressiert werden Betreiber von Hotels und sonstigen Ferienunterkünften, Gastronomie bzw. deren Betreiber, aber auch Betreiber von touristischen Destinationen, Tourist-Infos und touristischen Points of Interest, etwa Parkplätze an Museen oder Naturlehrpfaden, Wanderparkplätze und Bergseilbahnen.

Sowohl bei den Ladepunkten für Autos und Motorräder als auch für E-Bikes u. ä. beträgt die maximale Zahl an förderfähigen Ladepunkten pro Standort zehn Ladepunkte.

Eingeschlossen in die Förderung sind Ladeanlagen, deren Installation und der notwendige Netzanschluss, sowie ergänzende Maßnahmen wie Anfahrschutz, Beschilderung bzw. Beleuchtung. Die Förderung endet Ende 2022. Die Bewilligungsstelle für die Förderung der Ladeinfrastruktur ist die Bayern Innovativ GmbH.

https://www.verkuendung-bayern.de/files/baymbl/2021/641/baymbl-2021-641.pdf

Text: Werner Köstle
Titelbild: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie

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