Der Opel-Zwerg „Rocks-e“ – eine echte Alternative für Touristiker

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Ob für Mitarbeiter, für den Verleih an Hotel- oder Camping-Gäste oder als Betriebsfahrzeug, der Würfel auf vier Rädern hat das Zeug zum Verkaufsschlager, gerade in der Hospitality-Branche. Nicht nur, weil er „gut rüberkommt“, allerorten Sympathie erweckt und positive Emotionen auslöst, sondern vor allem deshalb, weil er so sinnvoll ist, ein Vernunftfahrzeug und gleichzeitig so viel mehr. Kurzum, mit dem Rocks-e fügt Opel ein neues, zeitgemäßes Element dem Mix der Verkehrsträger hinzu.

Kürzer als ein Smart Fortwo läuft er nicht unter der Klassifikation Automobil, sondern als vierrädriges Elektroleichtfahrzeug (LEV) der Klasse L6e BP. Was nichts anderes bedeutet, als dass er leistungsbegrenzt (bis 6 kW) ist mit einer vorgegebenen Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h und einem Leergewicht (ohne Akkus) von höchstens 425 kg.

Dafür ist er zulassungsfrei, somit entfällt die Pflicht der zweijährlichen Vorführung zur Hauptuntersuchung und auch die Kfz-Steuer muss nicht abgeführt werden. Es genügt ein Versicherungskennzeichen (Kfz-Haftpflicht) wie bei Mofas oder Mopeds, das deutlich unter einhundert Euro im Jahr kostet. Erforderlich für das Führen ist eine Fahrerlaubnis AM, ab 15 bzw. 16 Jahren oder jeder „höherwertige“ Führerschein.

Damit ist der Opel-Zwerg ein sehr günstiges bzw. sparsames, aber wetterfestes Zwei-Personen- Mobil, das dennoch zumeist kein Verkehrshindernis darstellt. Zumindest nicht in Innenstädten, da hält er mit dem Verkehrsfluss zwischen den Ampeln locker mit, und auch nicht auf Landstraßen, dort ist er so leicht zu überholen wie kaum etwas anderes. Auf Schnellstraßen und Autobahnen darf er sowieso nicht fahren, auf „Stadtautobahnen“ muss er streckenweise, beispielsweise bei Tunneln, den überall vorhandenen Alternativweg über die Kreuzungen nehmen.

Der Mini-Opel, ein cooles Nicht-Auto

Den Rocks-e an einem herkömmlichen PKW zu messen, nur weil darin zwei Personen nebeneinandersitzen können und ein Dach über dem Kopf haben, wird dem Winzling nicht gerecht. Als ausschließlich urbanes Gefährt steht er eher in Konkurrenz zu E-Rollern, S-Pedelecs oder eben zum altbekannten Renault TWIZY. Und das zu einem sensationell niedrigen Preis. Dieser liegt in der Basisversion bei 7.990 Euro, die Ausstattungsvarianten Opel Rocks-e Klub und Opel Rocks-e TeKno kosten jeweils 8.790 Euro. Noch gibt es keine bundesweiten Förderungen für E-Fahrzeuge in der L6e-Klasse, aber etwa in München können sich KäuferInnen ihr LEV-Vehikel mit 1000 Euro von der Stadt bezuschussen lassen. Und es soll ja auch demnächst eine bundesweite LEV-Förderung kommen…

Vor allem junge Leute werden ihre Freude am Rocks E haben

Eigenschaften und Charakter

Der E-Würfel verfügt über eine hervorragende Wendigkeit, resultierend aus seinen kompakten Abmessungen (Länge: 2,41 Meter, Breite 1,39 Meter) im Verbund mit speziellen 14-Zoll-Rädern. Dank eines Wendkreises von lediglich 7,20 Metern können Parklücken auf der anderen Straßenseite spontan in einem Zug angesteuert werden. Darunter auch Mini-Lücken, die Autofahrer nicht im Entferntesten als solche identifizieren würden, denn schließlich kann man den Kleinen sogar zwischen zwei Fahrzeugen querparken. Ein besonderes, fast panoramaartiges Feeling vermitteln die große Fensterfläche bestehend aus Frontscheibe und die bis in die Fahrzeugmitte reichende, serienmäßige Dachverglasung, die eine angenehme Helligkeit erzeugen.

Die Beschleunigung aus dem Stand fällt ausreichend zügig aus, wenn auch naturgemäß nicht so brachial, wie bei manchen PKW-Stromern, die Lenkung lässt sich trotz fehlender Servo-Unterstützung ohne allzu großen Kraftaufwand betätigen. Die Bremsen, vorne Scheiben-, hinten Trommel-Bremsen, packen ordentlich und nicht übermäßig bissig zu. Der kleine Rocker lässt sich an jeder herkömmlichen Haushaltssteckdose in drei Stunden vollladen. Für die Wallbox gibt es einen speziellen Adapter, womit sich die Ladezeit allerdings nicht verkürzt.

Reminiszenz an die „Ente“ – die Seitenscheiben sind zum Hochklappen

Einfache Materialien und pfiffige Details

Nicht nur den Innenraum beherrschen Teile aus hartem Kunststoff, auch die Karosserie besteht aus diesem. Außergewöhnlich und dabei praktisch sind die Bänder zum Zuziehen der Türen von innen. Eine weitere pfiffige Idee ist die Reminiszenz an die kultige „Ente“ in Form von nach außen hochklappbaren unteren Seitenscheiben.

Der Winzling setzt sich gerade mal aus etwa 250 Teilen zusammen, davon viele Gleichteile. So sind Vorderfront und Heck nahezu identisch, so dass sich auf den ersten Blick die Frage stellt, wo nun vorne ist und wo hinten beim Rocks-e. Immerhin verschafft das neue Opel-Markengesicht „Vizor“ Orientierung. Ebenfalls ungewöhnlich: die Tür auf der Fahrerseite ist hinten angeschlagen und öffnet sich somit nach vorne, die Beifahrertür wie gewohnt nach hinten. Durch das zwangsläufige Fehlen eines Kofferraums waren die Entwickler gezwungen, an mehreren Stellen kleinere Stauräume und Ablagen zu schaffen. Dies gelang etwa dadurch, dass man den Beifahrersitz relativ weit hinten platzierte und fest fixierte. Auf diese Weise war es möglich, im linken Bereich des Fußraums Platz zu schaffen. Optional kann dieses kleine Abteil mit einem Netz begrenzt werden. Auch hinter den Sitzen befinden sich noch Flächen für die Unterbringung kleiner Utensilien. Zudem haben die Konstrukteure relativ große Fächer in den Türen geschaffen.

Fazit

Fast alle größeren Automobilhersteller haben in der Vergangenheit immer wieder mal Konzeptstudien von elektrischen Kleinmobilen für den Einsatz im urbanen Bereich präsentiert. Doch dabei blieb es für lange Zeit. Nun haben Opel mit dem Rocks-e – sowie die Stellantis-Schwestermarke Citroën mit dem baugleichen Ami (auf div. Auslandsmärkten) – die (Klima-)Zeichen der Zeit erkannt und bieten zu einem attraktiven Preis ein interessantes Serienvehikel an, das gezielt auf die Mobilitätsbedürfnisse von Stadtbewohnern zugeschnitten ist. Bei Opel heißt das entsprechende Schlagwort „Sustainable Urban Mobility“, kurz SUM. Wer bei der Beurteilung des Kleinen keine üblichen Automaßstäbe anlegt, wird sich, nicht zuletzt aufgrund des tollen Preis-Leistungsverhältnisses und des aufsehenerregenden Designs für den Rocks-e begeistern. Die Zeit scheint reif für innovative, umweltfreundliche Mobilitätsangebote und so bleibt zu hoffen, dass der sympathische City-Stromer bald das Straßenbild der Innenstädte mit prägen wird.

Eignung für die Hospitality- und Tourismus-Branche

Wer als Betreiber eines Stadthotels oder Hostels für junge Gäste diesen ein besonderes, leicht zu bedienendes Mobil für City-Erkundungen verleihen oder gratis zur Verfügung stellen möchte, liegt mit dem Rocks-e absolut richtig. Aber auch in ländlichen Regionen, wo etwa die nächste Ortschaft/Stadt oder ein touristisches Highlight nicht allzu weit entfernt liegen, bietet sich der Zwerg besonders an.
Hinzu kommt, dass der kleine Deutsch-Franzose aufgrund seines außergewöhnlichen Aussehens ein echter Eyecatcher ist und damit prädestiniert als mobiler Werbeträger und Symbol des Nachhaltigkeitsanspruchs eines Gastbetriebs.

Aber nicht nur für den Verleih, auch als Betriebsfahrzeug oder fahrbarer Untersatz für Mitarbeiter eignet sich der Rocks-e bestens, wenn die räumlichen Voraussetzungen gegeben sind.

www.Opel.de

Text: Werner Köstle, Peter Grett
Bilder: Opel

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